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So funktioniert eine Online-Auktion bei der Auktionshalle Berlin

Registrierung, Bietfreigabe, Katalog, Gebote, Zuschlag, Bezahlung und Abholung oder Versand – Schritt für Schritt erklärt, auch für Einlieferer.

Von der Auktionshalle Berlin – Auktionshaus und Auflösungsbetrieb in Berlin-Buch

Kurz gesagt: Sie registrieren sich einmal mit Ausweis, erhalten die Bietfreigabe, bieten im wöchentlichen Online-Katalog ab 5 € und bekommen den Zuschlag per E-Mail. Bezahlt wird mit EC-Karte oder Überweisung, abgeholt wird in Berlin-Buch zu den Abholzeiten – oder Sie lassen über Mail Boxes Etc. versenden. Wer selbst etwas versteigern lassen möchte, liefert bei uns ein.

Jede Woche versteigern wir in unserer Auktionshalle in Berlin-Buch Hunderte Lose: Möbel, Schmuck, Uhren, Porzellan, Kunst, Werkzeug, Elektronik, Sammlungen – vieles davon aus Haushalts- und Nachlassauflösungen. Seit die Auktion komplett online läuft, bekommen wir am Telefon immer wieder dieselben Fragen: Wie melde ich mich an? Was kostet mich der Zuschlag wirklich? Wie bekomme ich meine Ware? Dieser Artikel beantwortet sie in der Reihenfolge, in der sie im Alltag auftauchen.

Schritt 1: Registrierung mit Ausweis

Bieten kann nur, wer ein Kundenkonto hat. Die Registrierung dauert wenige Minuten: Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Mobilnummer und ein Passwort. Danach laden Sie ein Foto Ihres Personalausweises oder Reisepasses hoch – direkt vom Handy, auch HEIC-Bilder vom iPhone werden angenommen.

Warum verlangen wir einen Ausweis? Ein Gebot ist ein verbindlicher Kaufvertrag. Wer den Zuschlag bekommt, muss bezahlen – und wir müssen wissen, mit wem wir den Vertrag schließen. Außerdem sind wir als Versteigerer bei höheren Beträgen gesetzlich verpflichtet, die Identität des Käufers festzustellen (Geldwäschegesetz). Der Ausweis wird nur zur Prüfung verwendet, nicht weitergegeben und nicht an Dritte oder KI-Dienste übermittelt.

Wichtig: Nur mit vollständigem Konto geht es weiter. Fehlt die Mobilnummer oder der Ausweis, bleibt das Konto zwar angelegt, aber Gebote sind gesperrt.

Schritt 2: Bietfreigabe durch unser Team

Nach dem Hochladen prüft ein Mitarbeiter Ihre Angaben – in der Regel innerhalb eines Werktages, in der Auktionswoche oft schneller. Stimmen Name und Anschrift mit dem Ausweis überein, erhalten Sie die Bietfreigabe per E-Mail, zusammen mit Ihrer Bieternummer. Diese Nummer begleitet Sie dauerhaft: Sie steht auf jeder Rechnung und auf jedem Abholschein.

Wer sein Konto direkt in der Halle freischalten lassen möchte, zeigt den Ausweis einfach am Tresen vor. Das ist auch der schnellste Weg, wenn Sie bereits in der Halle stehen und sofort mitbieten wollen.

Ändern Sie später ausweisrelevante Daten (Name, Anschrift), wird die Freigabe vorübergehend zurückgenommen und erneut geprüft. Das schützt Sie und uns vor Kontomissbrauch.

Schritt 3: Der Katalog – jede Woche mittwochs

Der neue Online-Katalog wird jede Woche mittwochs veröffentlicht. Dann sind alle Lose der kommenden Versteigerung mit Fotos, Beschreibung, Katalognummer und Startpreis sichtbar. Viele Lose haben zusätzlich eine 360°-Ansicht, bei der Sie den Gegenstand drehen und heranzoomen können.

So nutzen Sie den Katalog sinnvoll:

  • Suche und Kategorien: Über die Suche finden Sie gezielt „Armbanduhr“, „Meissen“ oder „Bosch“. Die Kategorie-Ansicht zeigt zum Beispiel alle Schmuckstücke oder alle Werkzeuge der Woche.
  • Beobachten: Markieren Sie Lose, die Sie interessieren. Sie erscheinen in Ihrem Konto unter „Beobachtet“ und Sie werden informiert, wenn sich etwas tut.
  • Beschreibung lesen: Wir beschreiben ehrlich, auch Mängel. Was in der Beschreibung steht, ist Vertragsgrundlage. Bei Unklarheiten fragen Sie vor dem Gebot – nicht danach.
  • Besichtigung: Vor der Versteigerung können Sie die Lose in der Halle in Berlin-Buch ansehen. Gerade bei Möbeln, Teppichen oder Technik lohnt sich das.

Ein Hinweis zur Zeitplanung: Der im Katalog genannte Termin ist der Versteigerungsbeginn, also der Moment, in dem das erste Los endet. Danach laufen die Lose nacheinander aus – Los 1, dann Los 2 und so weiter. Je nach Anzahl der Lose dauert das mehrere Stunden.

Schritt 4: Gebote abgeben

Bieten funktioniert wie bei anderen Online-Auktionen, mit einigen Besonderheiten, die Sie kennen sollten.

Mindestgebot und Gebotsschritte

Das Mindestgebot beträgt 5 €. Liegt bereits ein Gebot vor, zeigt die Losseite das nächste mögliche Gebot an. Die Gebotsschritte wachsen mit dem Preis – bei kleinen Beträgen in kleinen Schritten, bei größeren entsprechend größer.

Maximalgebot statt Dauerbeobachtung

Sie müssen nicht bis zum Ende vor dem Bildschirm sitzen. Geben Sie Ihr persönliches Maximum ein. Das System bietet dann automatisch in den nötigen Schritten für Sie mit, aber nur so weit, wie es nötig ist, um vorn zu bleiben. Bietet niemand dagegen, zahlen Sie deutlich weniger als Ihr Maximum. Ihr Höchstbetrag ist für niemanden sichtbar.

Was ein Gebot bedeutet

Jedes Gebot ist verbindlich. Es gibt keine „Rückgabe nach Gefallen“ wie im Onlineshop – Sie kaufen gebrauchte Ware in einer Versteigerung. Deshalb gilt: Beschreibung lesen, Fotos ansehen, im Zweifel besichtigen oder nachfragen. Eigengebote auf eigene Einlieferungen sind nicht möglich; das System erkennt und sperrt sie.

Kosten auf den Zuschlag

Zum Zuschlagspreis kommt das Aufgeld laut Versteigerungsinformation hinzu. Den aktuellen Satz finden Sie in der Versteigerungsinformation der jeweiligen Auktion und direkt im Gebotsdialog, der Ihnen vor dem Bestätigen den voraussichtlichen Gesamtbetrag anzeigt. So wissen Sie vor jedem Klick, was Sie am Ende bezahlen.

Schritt 5: Zuschlag per E-Mail

Endet ein Los und Sie liegen vorn, erhalten Sie den Zuschlag. Weil die Lose nacheinander enden, bündeln wir die Nachrichten: Innerhalb weniger Minuten nach Ihrem letzten Zuschlag bekommen Sie eine Sammel-E-Mail mit allen Losen, die Sie gewonnen haben, dem Gesamtbetrag und den nächsten Schritten. Haben Sie die Push-Benachrichtigungen aktiviert, meldet sich zusätzlich Ihr Handy je Los.

In Ihrem Kundenkonto unter „Meine Zuschläge“ sehen Sie jederzeit, was Sie ersteigert haben, was bezahlt ist und was noch offen steht.

Schritt 6: Bezahlung – EC-Karte oder Überweisung

Nach der Versteigerung erstellen wir Ihre Rechnung. Sie bekommen sie per E-Mail und finden sie im Kundenkonto. Zwei Zahlwege stehen zur Wahl:

  • Überweisung auf das in der Rechnung genannte Konto. Bitte geben Sie die Rechnungsnummer als Verwendungszweck an, damit wir den Eingang sofort zuordnen können. Sobald das Geld eingegangen ist, erhalten Sie automatisch Quittung und Abholschein per E-Mail.
  • EC-Karte direkt bei der Abholung an unserem Tresen in Berlin-Buch. Sie bezahlen, erhalten Quittung und Abholschein und nehmen die Ware gleich mit.

Barzahlung bieten wir nicht an, Kreditkarten nehmen wir nicht. Die Rechnung ist spätestens zum letzten Abholtag der Auktion fällig – das Datum steht auf der Rechnung.

Schritt 7: Abholung zu den Abholzeiten

Ersteigerte Ware holen Sie in unserer Halle in Berlin-Buch ab. Die Abholzeiten stehen in der Versteigerungsinformation, in der Zuschlagsmail und auf der Rechnung. Bringen Sie den Abholschein mit (ausgedruckt oder auf dem Handy); der QR-Code darauf zeigt unseren Mitarbeitern sofort, welche Lose zu Ihnen gehören und wo sie im Lager stehen.

Ein paar praktische Hinweise aus der Erfahrung:

  • Große Möbel brauchen ein passendes Fahrzeug und helfende Hände. Unsere Mitarbeiter unterstützen beim Verladen, Transport und Tragehilfe müssen Sie selbst mitbringen.
  • Verpackungsmaterial für Porzellan und Glas nicht vergessen.
  • Die Ware muss bis zum Ende der Abholfrist abgeholt sein. Was stehen bleibt, verursacht Lagerkosten und wird am Ende entsorgt oder neu versteigert. Melden Sie sich rechtzeitig, wenn Sie den Termin nicht schaffen – fast immer findet sich eine Lösung.

Alternative: Versand über Mail Boxes Etc.

Sie wohnen nicht in Berlin oder möchten nicht fahren? Kleinere und mittelgroße Lose lassen wir über unseren Versandpartner Mail Boxes Etc. (MBE) verpacken und verschicken. So funktioniert es:

  1. Nach dem Zuschlag beantragen Sie im Kundenkonto den Versand für Ihre Lose.
  2. Sie erhalten ein Versandangebot; der Preis richtet sich nach Größe, Gewicht und Versicherungswert.
  3. Nach Ihrer Zusage und der Bezahlung übergeben wir die Ware an MBE. Die Sendungsnummer wird in Ihrem Konto hinterlegt, sodass Sie das Paket verfolgen können.

Nicht alles ist versandfähig: Großmöbel, sehr schwere oder sehr empfindliche Stücke (große Spiegel, Vitrinen) müssen abgeholt werden. Bitte prüfen Sie das vor dem Gebot – im Zweifel fragen Sie uns.

Die andere Seite: Als Verkäufer einliefern

Die Auktion funktioniert nur, weil jede Woche neue Ware hereinkommt. Einliefern kann jeder, privat wie gewerblich. Typische Einlieferungen sind einzelne Wertgegenstände wie Schmuck, Uhren, Münzen oder Gemälde, aber auch ganze Haushalte und Nachlässe.

So läuft eine Einlieferung ab:

  • Beratung und Einschätzung: Sie bringen die Stücke vorbei oder schicken uns Fotos. Wir sagen Ihnen ehrlich, was sich zur Versteigerung eignet und was nicht.
  • Versteigerungsvertrag: Wir nehmen die Ware auf und Sie unterschreiben den Vertrag, in dem Provision und Bedingungen stehen. Wenn Sie ein Limit (Mindestpreis) wünschen, legen wir es gemeinsam fest.
  • Katalog und Auktion: Wir fotografieren, beschreiben und stellen die Lose in den nächsten passenden Katalog.
  • Abrechnung: Nach der Auktion und dem Zahlungseingang der Käufer erhalten Sie die Abrechnung und die Auszahlung. Lose, die nicht verkauft wurden, besprechen wir mit Ihnen: erneut anbieten, abholen oder verwerten.

Bei einer kompletten Haushaltsauflösung oder Wohnungsauflösung läuft das zusammen mit der Räumung: Wir besichtigen kostenlos, trennen Verwertbares von Entsorgung und rechnen den Auktionserlös auf die Räumungskosten an. Mehr dazu auf der Seite Einlieferungen.

Häufige Stolpersteine – und wie Sie sie vermeiden

  • Konto nicht freigegeben, Auktion läuft schon: Registrieren Sie sich spätestens zwei Tage vor der Versteigerung oder kommen Sie mit Ausweis in die Halle.
  • Beschreibung überlesen: „Funktion nicht geprüft“ bedeutet genau das. Gerade bei Elektronik und Uhren ist das der häufigste Grund für Enttäuschungen.
  • Aufgeld vergessen: Rechnen Sie vorher mit dem Gesamtbetrag aus dem Gebotsdialog, nicht mit dem Zuschlagspreis.
  • Abholfrist verpasst: Tragen Sie sich die Abholzeiten ein, sobald die Zuschlagsmail kommt.
  • Versand bei Großmöbeln erwartet: Prüfen Sie vor dem Gebot, ob Sie das Stück abholen können.

Fazit

Eine Online-Auktion bei uns ist kein Hexenwerk: einmal registrieren, Freigabe abwarten, mittwochs in den Katalog schauen, bieten, Zuschlagsmail lesen, bezahlen, abholen oder versenden lassen. Wer die Beschreibungen ernst nimmt und sich die Abholzeiten notiert, hat selten Ärger und oft viel Freude – an einem Fund, den es so im Handel nicht mehr gibt.

Fragen, die hier nicht beantwortet sind, klären wir gern am Telefon unter 030 229087545 oder in der Halle in Berlin-Buch.